Warum arbeiten Sie eigentlich nicht bei uns?

Leitlinien unserer Arbeit
Unsere Grundhaltung folgt dem Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderung. Jeder Mensch ist ein Individuum und in seiner Persönlichkeit einmalig. Das Recht auf Normalität von Menschen sehen wir als selbstverständlich an. Die Würde eines jeden Menschen unabhängig von seiner Herkunft und/oder Einstellung wird respektiert. Als ein wesentliches Recht sehen wir die Selbstbestimmung des Menschen in Auseinandersetzung mit seinem sozialen Umfeld an. Der Mensch ist ein soziales Wesen, das die Integration und das Eingebundensein in eine Gemeinschaft genauso benötigt wie ihm angemessene Rückzugsmöglichkeiten. Alle Menschen sind Teil der Gesellschaft und tragen Verantwortung im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Jeder Mensch verfügt über ein Potential eigener Ressourcen und ist damit Experte in eigener Sache. Wir sehen es als unsere Aufgabe an, die Integration und Teilhabe zu stärken und die Potentiale der Menschen zu entdecken, ihn zu stabilisieren und zu fördern.
Ziele
Als ein zentrales Ziel für die Bewohner*innen sehen wir die Stabilisierung und die Stärkung ihrer Persönlichkeit an. Hierzu gehören die persönliche Entwicklung und die Verwirklichung privater und beruflicher Lebensperspektiven. Es gilt, das individuelle Entwicklung Potential der Bewohner*innen zu erkennen und das eigenverantwortliche Handeln zu stärken. Das Empowerment ist dafür ein selbstverständliches Prinzip, an dem sich das fachliche Handeln der Mitarbeiter*innen ausrichtet. Dies beinhaltet die Hinführung auf ein selbst bestimmtes Leben. Unser Ziel ist es, den Bewohnerinnen eine größtmögliche Unabhängigkeit von pädagogischer und pflegerischer Assistenz zu er möglichen. Die Balance zwischen einer möglichen Über- und Unterforderung wird eingehalten. Das Leben in einer Gruppe ist ein gutes Lernfeld zur Stabilisierung und Entwicklung von Kernkompetenzen wie z.B. soziales Lernen, Konfliktverhalten, Entwicklung vom „Wir-Gefühl“ und erfahren von Bestätigung. Das Bewusst Werden der eigenen Stärken und Schwächen erfordert eine sensible Assistenz in einem dialogisch geführten Prozess. Eine ressourcenorientierte Sichtweise und ein darauf ausgerichtetes Handeln der Mitarbeiter*innen sind dafür unerlässlich.
Grundhaltung der Mitarbeiter*innen
Mitarbeiter*innen haben gegenüber den Bewohner*innen eine beratende, motivierende und assistierende sowie ggf. auch übernehmende Funktion. Das Ziel besteht darin im Sinne des Empowerment die Bewohner*innen eine selbst bestimmte, selbständige und selbstbewusste Lebensführung zu ermöglichen. Davon ausgehend und basierend auf die vereinbarten Ziele des Gesamtplanes beinhaltet dies das Erkennen und Umsetzen des jeweiligen Bedarfes der Bewohner*innen. Die Arbeit der Mitarbeiter*innen ist nach den Grundsätzen des Bezugspädagogen System organisiert.
Die Bewohner*innen im Kontext ihrer Biografie, die sie geprägt hat zu verstehen und ihre individuelle Lebenswelt mit ihren Ressourcen und Kompetenzen zu erkennen, ist Grundlage eines konstruktiven Miteinanders. Dazu gehört Vertrauen und gegenseitige Wertschätzung sowie ein transparentes und partnerschaftliches Verhältnis. Es ist unabdingbar, dass Mitarbeiter*innen eine professionelle Beziehung herstellen, sich mit dem Thema Nähe und Distanz befassen und hier eine Balance finden. Eine wesentliche Voraussetzung ist das Einlassen der Mitarbeiter*innen auf Selbstreflexion des eigenen Handelns und eine hohe Konflikt- und Kritikbereitschaft. Werte und Normen werden innerhalb des Teams reflektiert, überprüft und ggf. angepasst. Dafür werden regelmäßige Dienstbesprechungen, Supervisionen, Fallbesprechungen, Konzeptionstage und Fortbildungen durchgeführt.
Grundlagen der Arbeit
Wohnen
Wir verstehen die Wohngruppe als das Zuhause der Bewohner*innen, wo das Gebot der Privatsphäre und des Wohlfühlens gilt und die Wohngruppe ein Schutzraum ist, um Sicherheit, Vertrauen und Geborgenheit zu finden. Das impliziert sowohl das Wohnen im eigenen Wohnraum als auch in der Gemeinschaft. Die Gruppe der Bewohner*innen und die Mitarbeiter*innen tragen gemeinsam die Verantwortung für die Atmosphäre innerhalb der WG. Die Gemeinschaft dient als sozialer Raum in den Begegnungen, Austausch, Vernetzung und verschiedene Angebote stattfinden. Hier können Beziehungen und Freundschaften entstehen und gepflegt werden. Auseinandersetzungen über die internen Regeln und Rahmenbedingungen des miteinander Lebens sind selbstverständlich. Bewohnern- und Wohnbeiratsversammlungen finden regelmäßig statt, um relevante Themen zu diskutieren und ggf. Veränderungen zu erarbeiten. Bewohnerbefragungen zum Stand der Zufriedenheit und deren Auswertung finden jährlich statt. Das Mitspracherecht der Bewohner*innen in den Strukturen kann zu einer Erweiterung ihrer Handlungskompetenz führen und die Möglichkeit der Identifikation mit ihrem Zuhause stärken. Die Eigenverantwortung wird geschult, Prozesse der Selbstfindung werden durch ein gegenseitiges voneinander Lernen angeregt. Das Leben in einer Gemeinschaft wird geprägt von dem Streben nach Akzeptanz gegenseitigem Respekt und Wohlwollen einerseits und dem Selbstbestimmungsrecht des Einzelnen andererseits.
Aktuelle Jobangebote
Sozialpädagog*in / Sozialarbeiter*in (m/w/d)
Vollständige Beschreibung siehe hier Stellenangebote
